Freitag, 18. Dezember 2015

Schuljahresende, Sommerferien & Weihnachtsstimmung?


Hallo ihr Lieben :)

 
Nun habt ihr schon gefühlt ewig nichts mehr von mir gehört, obwohl es eigentlich so viel gibt, was ich euch erzählen kann. Tut mir leid, für die lange Pause.
Zunächst kann ich sagen, das ich mich mittlerweile echt gut eingelebt habe. Schon mehr als 4 Monate bin ich jetzt hier in Windhoek, und das kann ich selbst gar nicht glauben, denn die Zeit rennt und bald ist das Jahr 2015 schon wieder vorbei... verrückt!

Mit der Arbeit in der Vorschule bin ich mittlerweile so glücklich, denn die Kleinen sind mir richtig ans Herz gewachsen. Egal wie es einem geht, sie schaffen es immer wieder einen aufzumuntern und glücklich zu machen, dafür bin ich unglaublich dankbar! Ich bin froh, dass ich ihr Vertrauen gewinnen konnte und sie mir (zumindest meistens :D) auch zuhören.

Es gibt so kleine Momente, die einem das bewusst machen. In meiner Klasse gibt es zum Beispiel einen kleinen Jungen, der alle Konflikte nur durch das Schlagen anderer Kinder löst. Gewalt ist hier leider ein ziemliches Problem, was sich natürlich auch unter den Kindern zeigt.
Ich hab ihm dann immer erklärt, das es total uncool ist vor allem Mädchen zu schlagen, und das er doch irgendwann mal eine Freundin haben will, das aber nicht funktioniert wenn er Mädchen schlägt.
Ich hatte erst das Gefühl das es zum einen Ohr rein, und zum anderen wieder raus ging, doch ein paar Tage später, als sich zwei andere Kinder geschlagen haben, ist er ganz selbstbewusst hin marschiert und meinte „Teacher Sophia hat gesagt man schlägt keine Mädchen, das ist nicht cool!“. Darüber hab ich mich irgendwie voll gefreut, auch wenn das natürlich nur kleine Erfolge sind, die meist auch nicht ewig anhalten. Alles in allem läuft es mit der Arbeit also echt gut.




 









Deshalb ist es wahrscheinlich auch kein Wunder, das mir meine Kleinen gerade echt fehlen, denn es sind Sommerferien und unsere Vorschule ist geschlossen.
Aber ich erzähl am besten der Reihe nach.
Schon seit Ende Oktober, hat sich die ganze Schule auf das Weihnachtsspiel vorbereitet, welches Ende November statt fand.
Es wurde viel geprobt, denn die beiden ältesten Klassen, haben ein richtiges Krippenspiel aufgeführt. Deshalb mussten natürlich immer wieder Texte geprobt werden.

Meine Kleinen aus der grünen Klasse allerdings, haben sozusagen ihr eigenes Programm gemacht, da sie noch zu jung sind um Texte auswendig zu lernen. So haben wir mit ihnen zwei Lieder geprobt und immer wieder gesungen und gesungen und... ja, wir haben wirklich viel gesungen, und so war es doch ein komisches Gefühl Ende Oktober ständig einen Ohrwurm von den Weihnachtsliedern „Long time ago in bethlehem“ und „we wish you a merry christmas“ zu haben.
Am Freitag vor dem Weihnachtsspiel, welches am Sonntag den 22. November statt fand, haben alle Lehrer die Kirche dekoriert. Da am Sonntag nicht nur das Weihnachtsspiel, sondern auch die sogenannte „Graduation“ statt fand, musste die Kirche besonders festlich und weihnachtlich aussehen.
Die Graduation ist der Abschluss der beiden größten Klassen, welche in die Grundschule entlassen werden. Das wird hier richtig gefeiert und die Kleinen bekommen eine Robe und einen Hut... sehr süß!!
Als es dann am Sonntag soweit war kamen Mittags zunächst die Kinder der beiden größten Klassen. Alle hatten sich ganz schick gemacht, und nachdem wir die Kinder in ihre Roben gesteckt hatten, konnte die Graduation um 14 Uhr auch schon los gehen.


 
 
 
 
 
 
 
 
 



Um 16 Uhr ging das Weihnachtsspiel los, bei dem dann alle Kinder der Schule dabei waren.
Die grüne Klasse, war als erstes dran, und so reihten sich alle kleinen Engel (denn so waren alle verkleidet) zunächst vor der Kirche auf. Jeder bekam dann einen Buchstaben in die Hand gedrückt und letztendlich sollte dies dann den Satz „baby jesus is born“ ergeben.
Wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, bleiben 15 Kinder (oder auch mehr) nicht immer ruhig in einer Reihe stehen, und so war es bei den Proben ziemlich oft der Fall, das zwar alle Kinder in der Kirche waren, aber von dem Satz nicht mehr viel zu lesen war, da jedes Kind mit seinem einzelnen Buchstaben, irgendwo in der Kirche herum lief, anstatt in der Reihe zu bleiben. So waren wir doch alle ein bisschen aufgeregt ob es nun wirklich klappen würde.
Als es dann soweit war, sind fast alle Kinder brav in einer Reihe in die Kirche gelaufen, haben ihre zwei Lieder gesungen, zweimal „baby jesus is born“ gerufen, und viel Applaus dafür geerntet. Ich war froh und stolz das alles so gut geklappt hat! Auch das Krippenspiel der Ältesten lief problemlos, und so haben alle Kinder nach dem Weihnachtsspiel ihre Geschenke vom Weihnachtsmann bekommen. Auch wenn ich am Ende dieses Tages echt geschafft war, war ich froh und glücklich, dass alles so gut über die Bühne lief.




















 
Das Weihnachtsspiel und die Graduation, waren gleichzeitig auch der Abschluss des Schuljahres, da Anfang Dezember die Sommerferien begonnen haben. Es musste zunächst noch viel für das kommende Schuljahr vorbereitet werden, und so hieß es für mich basteln und kreativ sein, was die neue Klassenzimmerdekoration angeht.
Ab Anfang Dezember begannen dann die Sommerferien, wodurch wir eine ganze menge Freizeit hatten und haben.
Gleichzeitig ging dann auch die Adventszeit los, was irgendwie so verrückt ist, da hier nun wirklich Sommer ist, und wir jeden Tag über 30 Grad haben. Mal das genaue Gegenteil zur Weihnachtszeit im Erzgebirge!
In unseren Ferien, hatten Rebecca und ich die Chance ein bisschen zu Reisen, und so waren wir eine Woche in Swakopmund.
Montag Morgen ging es los. Kevin, unser Pastor und in gewisser Weise auch unser Mentor (wenn auch nicht offiziell), brachte uns zum Bus. Wir mussten uns nun endgültig von ihm verabschieden, da er zurück nach Südafrika geht. Ein trauriger Abschied!
Die Zeit in Swakop habe ich jedoch so sehr genossen. Zum einen weil ich das Meer liebe, zum anderen aber auch, weil es im Gegensatz zu Windhoek, angenehm kühl ist (tagsüber meist um die 20 Grad). Einen richtigen Strandtag konnten wir genießen, mit Meer, viel Sonne und leider auch einem riesengroßen Sonnenbrand!

Das Highlight dieser Woche, war wohl aber eindeutig unsere Schiffsfahrt. 3 Stunden fuhren wir durch den Hafen und die Umgebung von Wavis Bay (Nachbarort von Swakopmund) und hatten die Chance einige Tiere von ganz nah zu sehen. Schon nach kurzer Zeit auf dem Schiff, gab es einen Knall und der erste Pelikan saß direkt vor uns. Außerdem kamen auch Robben auf das Schiff. Sie wurden gefüttert und man konnte sie sogar vorsichtig streicheln.
Als die Babyrobbe auftauchte, war ich dann natürlich endgültig und voll und ganz hingerissen, und kam aus dem Fotos machen gar nicht mehr heraus.
Wir sind dann an einer Art Küstenstreifen vorbei gefahren, auf dem einfach so unglaublich viele Robben gelebt haben, das ich echt zweimal hinschauen musste, um das wirklich zu glauben.
Zu guter Letzt, konnten uns Rebecca und ich dann sogar noch dazu überwinden erstmals eine Auster zu probieren... Naja, bei manchen Erfahrungen ist es vielleicht auch gut, wenn man sie nur einmal macht!!
Alles in allem, war das echt ein Erlebnis, was ich so schnell nicht vergessen werde!


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Nun bin ich wieder zurück in Windhoek, und versuche auch hier ein bisschen in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Die beiden Adventskalender, die mir meine Mama und Eric gebastelt haben, und mein Schwibbbogen, der dank meiner Mama gerade neben mir leuchtet, helfen mir sehr dabei. Danke für eure Mühe! <3
Ein paar Räucherkerzchen, Weihnachtsmusik und Plätzchen backen gehören so auch hier in Afrika für mich zur Weihnachtszeit.





Am Sonntag Morgen kann ich endlich Eric vom Flughafen abholen, und ich freue mich so, dass ich Weihnachten und Silvester mit ihm verbringen kann!

Ihr seht also, mir geht es hier in Namibia sehr gut. Natürlich ist nicht immer nur alles einfach und schön, und gerade in der Weihnachtszeit, lässt sich ein bisschen Heimweh manchmal nicht vermeiden. Trotzdem bin ich so unglaublich dankbar, für die Dinge die ich hier erleben darf. Ich habe die Chance Erfahrungen zu machen, die mich mein Leben lang begleiten und prägen werden und ich bin froh, einige dieser Momente mit euch teilen zu können.
Nicht zuletzt, danke ich Gott, dass er mich auf diese Reise geschickt hat, denn ich habe es bisher nie bereut nach Namibia gegangen zu sein, weil ich weiß, das ich stets begleitet und getragen werde.




 
Ich möchte euch nun frohe und gesegnete Weihnachten wünschen. Genießt eine schöne Zeit mit euren Familien und feiert, dass Jesus Christus geboren wurde! Außerdem wünsche ich euch einen guten Start in das neue Jahr!


Liebste Grüße, Sophia.


Freitag, 23. Oktober 2015

Meine Kleinen :)





Hallo ihr Lieben!

Ich wollte euch heute einfach mal ein paar Eindrücke aus meinem Alltag zeigen.

Liebste Grüße, Sophia 

Montag, 5. Oktober 2015

Meine Arbeit


Hallo ihr Lieben :)
 
Nachdem ich mich nun schon länger nicht mehr gemeldet habe und deshalb schon einige Beschwerden bekommen habe, möchte ich euch heute ein bisschen was von meiner Arbeit erzählen.
Ich arbeite jetzt schon ein bisschen länger als einen Monat in der Central Pre - School der Evangelisch - Methodistischen Kirche hier in Windhoek.
In der Vorschule sind Kinder von 3 bis 6 Jahren, aufgeteilt auf 4 Klassen. Angefangen mit der grünen Klasse, welches die 3 bis 4 - jährigen sind, über die rote Klasse bis hin zur gelben und blauen Klasse, welches die größten Kinder sind, und schon bald in die Grundschule entlassen werden können.
Darin liegt auch das Ziel der Schule, die Kinder so gut wie möglich auf die Grundschule vorzubereiten.
Ich bin bei den Kleinsten, in der grünen Klasse gelandet, worüber ich sehr froh bin. Zum einen natürlich weil sie bei vielen kleinen Dingen noch am meisten Hilfe brauchen, zum anderen aber auch, weil sie einfach unglaublich niedlich sind! :)

 
 
 
Ein normaler Arbeitstag beginnt für mich um 8 Uhr. Die Kinder sind dann immer schon fast alle da, und spielen wenn ich komme. Über die herzliche Begrüßung freue ich mich immer riesig, denn mit den Worten "good morning teacher Sophia" und vielen Umarmungen beginnt mein Tag meist sehr schön.
Kurz nach 8 beginnt dann der Unterricht für meine Klasse. Dabei wird jeden Morgen zunächst das Vater Unser gebetet, und eine Bibelgeschichte vorgelesen. Außerdem gibt es immer ein Thema der Woche, zu dem immer verschiedene Dinge besprochen werden. Letzte Woche hatten wir beispielsweise das Thema Wasser. Wir haben darüber gesprochen wie Wasser aussieht, wie es schmeckt, für was man es verwendet,.. usw.
Danach werden immer noch die Farben, die Formen und das Zählen bis 10 geübt. Gerade bei den Farben und Formen haben viele noch ihre Schwierigkeiten, und so ist es ziemlich wichtig, diese jeden Tag zu wiederholen.
Kurz vor 9 heißt es dann "line up" und alle Kinder stellen sich in einer Reihe auf, um auf Toilette zu gehen. Das mit dem aufreihen und auch wirklich in der Reihe laufen, klappt allerdings meist nicht wirklich! :D


Thema der Woche: My Community
 - die Kinder bringen traditionelles Essen mit, und jeder darf einmal kosten!
 

Um 9 Uhr ist dann Frühstückszeit. Essen ist bei den Kleinen jedoch nicht so beliebt, da rumrennen, rumschreien oder einfach spielen meist viel verlockender scheint, als in Ruhe sein Brot aufzuessen. Deshalb muss man die Kleinen immer wieder ermahnen und ihnen gut zu reden auch wirklich zu essen. Nach dem Essen ist es meine Aufgabe die Tische zu wischen und wieder ein bisschen Ordnung zu machen.
Sind alle fertig mit essen, gibt es dann eine "creative time", in der die Kleinen malen, basteln oder schneiden. Die Bilder suche ich meistens am Anfang der Woche, passend zum Thema, raus. Außerdem male ich immer eins der Bilder selbst aus, damit die Kleinen eine Vorlage haben.
Um 11 Uhr können die Kleinen dann raus auf den Spielplatz und sich richtig austoben. Ich glaube die Zeit in der sie einfach mal frei rumrennen und spielen dürfen, ohne still sitzen zu müssen, ist für sie immer die schönste. Und wenn es dann einmal heißt "teacher please push me" und ich mich auch gerne dazu bereit erkläre jemanden auf der Schaukel anzuschieben, kann ich eigentlich gar nicht genug Hände haben, denn ganz plötzlich kommen auch alle anderen und wollen uuuunbedingt angeschoben werden! :D
Nach dem kurz vor 12 der Schrei "break is over" von einer der Lehrerinnen ertönt, reihen sich wieder alle Kinder meiner Klasse auf, um auf Toilette zu gehen, da es anschließend Mittagessen gibt.
Beim Mittagessen ist es zunächst meine Aufgabe das mitgebrachte Essen der Kleinen aufzuwärmen und anschließend mit zu füttern.
Einer der kleinen Jungs wartet mittlerweile immer geduldig bis ich mit dem Aufwärmen der Sachen fertig bin, damit ich und kein anderer Lehrer ihn füttern kann. Bei den anderen Lehrerinnen fiel nun auch schon öfter mal der Spruch "Sophia dein Kind wartet schon auf dich!". Ich finde das ziemlich cool so, denn im Gegensatz zu vielen anderen macht er immer ganz brav seinen Mund auf. :)
Generell ist es aber meistens ein kleiner Kampf die Kinder zum Essen zu bewegen, denn viele sind bereits nach dem 2. Löffel sooooo voll und es geht manchmal kein Weg ran, sie zum weiter essen zu motivieren. Sätze wie "du bist doch aber kein Baby mehr" und "ich weiß das du ein großer Junge/ Mädchen bist und auch so essen kannst" helfen doch aber oft ganz gut, und einen High - Five zur Belohnung, wenn sie fertig sind, gibt es natürlich auch.
Nach dem Essen wird es wieder Zeit sauber zu machen, denn 20 Kinder, die keine Lust zum essen haben, können ein ganz schönes Chaos hinterlassen. Außerdem bringe ich die Schlafmatten in die Klassenzimmer, denn von um 1 bis um 3 heißt es für die Kleinen Mittagschlaf. Und auch ich habe ab um 1 für eine Stunde Mittagspause.
Wenn die Kleinen dann um 3 aufstehen, wird noch einmal zur Toilette gegangen. Außerdem braucht meine Klasse noch Hilfe beim Schuhe wieder anziehen und die Schlafmatten müssen wieder aus den Klassenzimmern geschafft werden.
Bis die Kinder dann von ihren Eltern abgeholt werden, können sie einfach noch mit den Spielsachen, die jede Klasse hat, spielen. So bekomme ich jeden Tag von meinen Kleinen irgendwelches Essen gekocht, was ich unbedingt probieren muss und auch viele Bauwerke müssen begutachtet und bewundert werden! :)
Mein Arbeitstag endet dann meistens so gegen halb 5. Zu unserer Wohnung laufe ich von der Schule aus nur 10 Minuten und so sitze ich nach der Arbeit oft auf unserem Balkon und entspanne einfach.
Zu meinen Aufgaben in der Schule gehört es aber nicht nur für die Kinder da zu sein. So helfe ich auch den Lehrerinnen in dem ich Kopien für sie mache, Plakate bastle, Klassenzimmerdeko gestalte oder verschiedene Dinge laminiere. Das macht mir viel Spaß und bringt auch immer Abwechslung in den Alltag.
Alles in allem macht mir die Arbeit echt richtig Spaß. Ich bin froh nun einen geregelten Alltag zu haben. Ich weiß so langsam was meine Aufgaben sind und wo ich gebraucht werde. Natürlich ist nicht immer alles nur super, und es gibt Momente, wo ich wirklich glaube das keines der Kinder auf mich hört oder ich bei dem strengen Erziehungsstil, der in der Schule durchaus herrscht, nicht mithalten kann. Genauso gibt es aber Momente, wo ich das Gefühl habe, dass die Kinder mir vertrauen und mit ihren Problemen zu mir kommen, und das sind die Momente, die mir Kraft geben und mir zeigen warum ich hier bin.

 

 




Am Freitag haben wir einen Auslug mit der ganzen Schule in den Zoo gemacht. Es war wirklich ein sehr schöner, erlebnisreicher und aufregender Tag und ich denke sowohl Lehrer als auch Kinder haben ihn sehr genossen. Hier ein paar Bilder:

 

 

 

 

 
 
 
 
 

 

 




Liebste Grüße, Sophia.


Samstag, 5. September 2015

Swakopmund & meine erste Arbeitswoche!

Hallo ihr Lieben :)
 
Der erste Monat ist um! So richtig glauben, dass ich in Afrika bin, kann ich es irgendwie immer noch nicht, und doch fühle ich mich gleichzeitig schon viel eingelebter und heimischer, als das vor 4 Wochen der Fall war... Verwirrend! :D
Seit dem ich das letzte mal geschrieben habe ist wieder eine Menge passiert und so will ich euch erst einmal von unserem Urlaub in Swakopmund berichten.
Gemeinsam mit Antiriki, ihren beiden Enkelinnen und einem Freund der Familie, haben wir uns auf den Weg Richtung Swakop gemacht. Die Vorfreude war groß, denn wer mich kennt weiß, wie sehr ich das Meer liebe. :)
Angekommen, war ich erst einmal sehr überwältigt. Antiriki besitzt eine Wohnung direkt am Meer, und damit meine ich wirklich direkt. Tritt man aus dem Garten heraus, ist man sofort am Strand und darüber hab ich mich einfach so riesig gefreut.
 
Garten der Wohnung :)   

Die Tage dort waren wunderschön. Strandspaziergänge, Muscheln sammeln, die Stadt kennen lernen und vieles mehr.
Ich weiß, dass ich ganz sicher in diese Stadt zurückkehren werde, denn ich bin begeistert von der Stadt an sich, aber natürlich vor allem von dem Strand.
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein besonderes Highlight war für mich der Ausflug Richtung Walvis Bay, in die Wüste. Gemeinsam mit einer befreundeten Familie, sind wir bereits morgens los gefahren. Schon auf der Fahrt zu unserem Ziel hab ich gefühlte tausend Bilder gemacht, weil ich die Wüste einfach so wunderschön finde, und es für mich natürlich das erste Mal war, diese zu sehen. So sind wir über eine Straße gefahren, bei der man links von uns die reine Wüste und rechts von uns den weiten Ozean gesehen hat... einfach unglaublich!
Am Ziel angekommen wurde uns erklärt, dass die die "Dune 7", die bekannteste und höchste Düne der Region sei. Es wäre also quasi eine Schande, wenn man Namibia besucht aber nicht auf dieser Düne gewesen ist. Ich als absoluter Sportmuffel, war natürlich erstmal ein bisschen skeptisch, aber ja, auch ich habe es hoch geschafft! :D
Und ich hab es nicht eine Sekunde bereut, denn der Blick von oben ist einfach einmalig! Nachdem wir noch ein bisschen Zeit an der Dune 7 verbracht hatten, sind wir alle gemeinsam zum Strand gefahren. Als Abschluss haben wir dort gemeinsam gegrillt (Braai heißt das hier) und das Meer genossen.
 
Auf dem Weg zur Dune 7


Dune 7 :)

Braai am Strand


Meer & Wüste! <3



Zu Swakopmund ist noch zu sagen, dass es dort wirklich sehr kalt ist. Durch den Wind und die mehr oder weniger winterlichen Temperaturen, war ich sehr froh, meinen dicken Pullover und meine Jacke dabei zu haben. Trotz dieser Tatsache, war bereits bei der Ankunft klar, dass Rebecca und ich auf jeden Fall einmal im Meer baden gehen müssen.
Dieses Vorhaben, wurde dann am letzten Urlaubstag auch in die Tat umgesetzt, jedoch ernteten wir dafür viele skeptische Blicke, denn während wir im Meer badeten, saß der Rest mit Decke und Pullover auf der Bank und beobachtete uns.
So ganz verstehen konnten sie glaube ich nicht, warum wir im Winter baden gehen. Trotzdem haben sie sich für uns gefreut, dass wir Spaß hatten und wir haben uns ebenso gefreut, dass wir unser Vorhaben wirklich durchgezogen haben (denn es war wirklich eiskalt!) und so war es ein schöner letzter Tag. 
 

Natürlich bin ich ja aber nicht nur nach Namibia gegangen um zu reisen und Urlaub zu machen. Ich bin unglaublich dankbar, dass wir bereits am Anfang unsere Zeit hier so viel von dem Land kennenlernen durften.
Nichts desto trotz habe ich mich aber nach den 2 Wochen, in denen wir viel rum gekommen sind auch auf den Alltag gefreut.
Und so ging für mich letzten Montag meine erste richtige Arbeitswoche los. Ich bin nun fest einer Klasse zugeteilt. Gelandet bin ich in der "grünen Klasse", also bei den 3 bis 4 Jährigen, welche die Jüngsten sind.
Unglaublich frech und zuckersüß, dass beschreibt die Rasselbande wohl ziemlich gut. Jetzt am Anfang ist es noch ziemlich schwer sich bei den Kleinen durchzusetzen, da die Kinder natürlich erst einmal austesten, wie weit sie bei mir gehen können.
Trotzdem habe ich das Gefühl, dass viele Kinder einfach nur Aufmerksamkeit brauchen, ohne das sie dafür etwas anstellen müssen. Und die versuche ich ihnen natürlich gerne zu geben. Ich glaube sie verstehen von Tag zu Tag mehr das ich nun ihr "teacher Sophia" bin und auch erst einmal bleibe.
Und auch wenn es Momente gibt, in denen ich das Gefühl habe keiner hört so wirklich auf mich, gibt es auch die vielen Momente, in denen gelacht, gekuschelt und getröstet wird und die Kinder mit ihren Problemen zu mir kommen. So gehört es immer wieder dazu Streitereien, und leider auch Prügeleien, zu schlichten. Ich freu mich auf die Zeit mit den Kleinen, und ich habe mir vorgenommen, ihnen so viel Aufmerksamkeit und Liebe zu schenken wie es geht, denn ich glaube dafür bin ich hier. :)
Mehr zu meiner Arbeit in der Schule werde ich euch berichten, wenn ich mich noch besser eingearbeitet habe.

Liebste Grüße, Sophia.


Mittagschlaf... so ruhig und friedlich ist es jedoch sonst nicht! :D