Hallo ihr Lieben :)
Nachdem ich mich nun schon länger nicht mehr gemeldet habe und deshalb schon einige Beschwerden bekommen habe, möchte ich euch heute ein bisschen was von meiner Arbeit erzählen.
Ich arbeite jetzt schon ein bisschen länger als einen Monat in der Central Pre - School der Evangelisch - Methodistischen Kirche hier in Windhoek.
In der Vorschule sind Kinder von 3 bis 6 Jahren, aufgeteilt auf 4 Klassen. Angefangen mit der grünen Klasse, welches die 3 bis 4 - jährigen sind, über die rote Klasse bis hin zur gelben und blauen Klasse, welches die größten Kinder sind, und schon bald in die Grundschule entlassen werden können.
Darin liegt auch das Ziel der Schule, die Kinder so gut wie möglich auf die Grundschule vorzubereiten.
Ich bin bei den Kleinsten, in der grünen Klasse gelandet, worüber ich sehr froh bin. Zum einen natürlich weil sie bei vielen kleinen Dingen noch am meisten Hilfe brauchen, zum anderen aber auch, weil sie einfach unglaublich niedlich sind! :)
Kurz nach 8 beginnt dann der Unterricht für meine Klasse. Dabei wird jeden Morgen zunächst das Vater Unser gebetet, und eine Bibelgeschichte vorgelesen. Außerdem gibt es immer ein Thema der Woche, zu dem immer verschiedene Dinge besprochen werden. Letzte Woche hatten wir beispielsweise das Thema Wasser. Wir haben darüber gesprochen wie Wasser aussieht, wie es schmeckt, für was man es verwendet,.. usw.
Danach werden immer noch die Farben, die Formen und das Zählen bis 10 geübt. Gerade bei den Farben und Formen haben viele noch ihre Schwierigkeiten, und so ist es ziemlich wichtig, diese jeden Tag zu wiederholen.
Kurz vor 9 heißt es dann "line up" und alle Kinder stellen sich in einer Reihe auf, um auf Toilette zu gehen. Das mit dem aufreihen und auch wirklich in der Reihe laufen, klappt allerdings meist nicht wirklich! :D
| Thema der Woche: My Community - die Kinder bringen traditionelles Essen mit, und jeder darf einmal kosten! |
Um 9 Uhr ist dann Frühstückszeit. Essen ist bei den Kleinen jedoch nicht so beliebt, da rumrennen, rumschreien oder einfach spielen meist viel verlockender scheint, als in Ruhe sein Brot aufzuessen. Deshalb muss man die Kleinen immer wieder ermahnen und ihnen gut zu reden auch wirklich zu essen. Nach dem Essen ist es meine Aufgabe die Tische zu wischen und wieder ein bisschen Ordnung zu machen.
Sind alle fertig mit essen, gibt es dann eine "creative time", in der die Kleinen malen, basteln oder schneiden. Die Bilder suche ich meistens am Anfang der Woche, passend zum Thema, raus. Außerdem male ich immer eins der Bilder selbst aus, damit die Kleinen eine Vorlage haben.
Um 11 Uhr können die Kleinen dann raus auf den Spielplatz und sich richtig austoben. Ich glaube die Zeit in der sie einfach mal frei rumrennen und spielen dürfen, ohne still sitzen zu müssen, ist für sie immer die schönste. Und wenn es dann einmal heißt "teacher please push me" und ich mich auch gerne dazu bereit erkläre jemanden auf der Schaukel anzuschieben, kann ich eigentlich gar nicht genug Hände haben, denn ganz plötzlich kommen auch alle anderen und wollen uuuunbedingt angeschoben werden! :D
Nach dem kurz vor 12 der Schrei "break is over" von einer der Lehrerinnen ertönt, reihen sich wieder alle Kinder meiner Klasse auf, um auf Toilette zu gehen, da es anschließend Mittagessen gibt.
Beim Mittagessen ist es zunächst meine Aufgabe das mitgebrachte Essen der Kleinen aufzuwärmen und anschließend mit zu füttern.
Einer der kleinen Jungs wartet mittlerweile immer geduldig bis ich mit dem Aufwärmen der Sachen fertig bin, damit ich und kein anderer Lehrer ihn füttern kann. Bei den anderen Lehrerinnen fiel nun auch schon öfter mal der Spruch "Sophia dein Kind wartet schon auf dich!". Ich finde das ziemlich cool so, denn im Gegensatz zu vielen anderen macht er immer ganz brav seinen Mund auf. :)
Generell ist es aber meistens ein kleiner Kampf die Kinder zum Essen zu bewegen, denn viele sind bereits nach dem 2. Löffel sooooo voll und es geht manchmal kein Weg ran, sie zum weiter essen zu motivieren. Sätze wie "du bist doch aber kein Baby mehr" und "ich weiß das du ein großer Junge/ Mädchen bist und auch so essen kannst" helfen doch aber oft ganz gut, und einen High - Five zur Belohnung, wenn sie fertig sind, gibt es natürlich auch.
Nach dem Essen wird es wieder Zeit sauber zu machen, denn 20 Kinder, die keine Lust zum essen haben, können ein ganz schönes Chaos hinterlassen. Außerdem bringe ich die Schlafmatten in die Klassenzimmer, denn von um 1 bis um 3 heißt es für die Kleinen Mittagschlaf. Und auch ich habe ab um 1 für eine Stunde Mittagspause.
Wenn die Kleinen dann um 3 aufstehen, wird noch einmal zur Toilette gegangen. Außerdem braucht meine Klasse noch Hilfe beim Schuhe wieder anziehen und die Schlafmatten müssen wieder aus den Klassenzimmern geschafft werden.
Bis die Kinder dann von ihren Eltern abgeholt werden, können sie einfach noch mit den Spielsachen, die jede Klasse hat, spielen. So bekomme ich jeden Tag von meinen Kleinen irgendwelches Essen gekocht, was ich unbedingt probieren muss und auch viele Bauwerke müssen begutachtet und bewundert werden! :)
Mein Arbeitstag endet dann meistens so gegen halb 5. Zu unserer Wohnung laufe ich von der Schule aus nur 10 Minuten und so sitze ich nach der Arbeit oft auf unserem Balkon und entspanne einfach.
Zu meinen Aufgaben in der Schule gehört es aber nicht nur für die Kinder da zu sein. So helfe ich auch den Lehrerinnen in dem ich Kopien für sie mache, Plakate bastle, Klassenzimmerdeko gestalte oder verschiedene Dinge laminiere. Das macht mir viel Spaß und bringt auch immer Abwechslung in den Alltag.
Alles in allem macht mir die Arbeit echt richtig Spaß. Ich bin froh nun einen geregelten Alltag zu haben. Ich weiß so langsam was meine Aufgaben sind und wo ich gebraucht werde. Natürlich ist nicht immer alles nur super, und es gibt Momente, wo ich wirklich glaube das keines der Kinder auf mich hört oder ich bei dem strengen Erziehungsstil, der in der Schule durchaus herrscht, nicht mithalten kann. Genauso gibt es aber Momente, wo ich das Gefühl habe, dass die Kinder mir vertrauen und mit ihren Problemen zu mir kommen, und das sind die Momente, die mir Kraft geben und mir zeigen warum ich hier bin.
Am Freitag haben wir einen Auslug mit der ganzen Schule in den Zoo gemacht. Es war wirklich ein sehr schöner, erlebnisreicher und aufregender Tag und ich denke sowohl Lehrer als auch Kinder haben ihn sehr genossen. Hier ein paar Bilder:
Liebste Grüße, Sophia.
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AntwortenLöschenHallo ,
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Hallo Sophia,
AntwortenLöschencool, von dir zu lesen:)
Das mit den Highfives fürs fertig essen mache ich dir seit gestern nach, das funktioniert besser als gedacht, selbst die Kinder, die noch gewickelt werden müssen, verstehen so langsam, wann sie den HighFive kriegen können :D
Vielen Dank also, liebe Grüße Paula :)